Pflegebedürftigkeit

Wird in Deutschland seit 2017 im Elften Sozialgesetzbuch  wie folgt definiert:

Pflegebedürftig (…) sind Personen, die gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten aufweisen und deshalb der Hilfe durch andere bedürfen. Es muss sich um Personen handeln, die körperliche, kognitive oder psychische Beeinträchtigungen oder gesundheitlich bedingte Belastungen oder Anforderungen nicht selbständig kompensieren oder bewältigen können. Die Pflegebedürftigkeit muss auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, und mit mindestens der in § 15 festgelegten Schwere bestehen.

Die Pflegekassen beauftragen in der Regel die Gutachter des mit Feststellung der Pflegebedürftigkeit, jedoch nur wenn zuvor ein Antrag bei der zuständigen Pflegekasse gestellt wurde.

Pflegebedürftigkeit auch ohne Pflegegrad

Menschen können durchaus Pflege und Unterstützung benötigen, ohne dass ihnen ihre Pflegekasse einen der fünf Pflegegrade zuspricht. Benötigen Versicherte nur ganz wenig Hilfe, weil sie noch weitestgehend selbstständig handeln können, kommt es vor, dass ihnen noch kein Pflegegrad zugestanden wird.